DIE SEESCHLACHT IM KALMARSUND 1564

Die zweite Seeschlacht vor der nördlichen Spitze Ölands fand am 14. August 1564 statt. Sie wurde zwischen Schweden und Dänemark ausgetragen, das mit Lübeck verbündet war.

Die schwedische Flotte umfasste das Kriegsschiff Mars, das in dieser Seeschlacht verloren ging und mit etwa 600 schwedischen und 400 Lübecker Seeleuten, die bei Nahkampf an Bord gegangen waren, unterging. Die letzte Fahrt der Mars endete in einem lodernden Inferno.

Viele glaubten, dass die Mars verflucht sei, weil ihre Kanonen aus Kirchenglocken gegossen wurden, die König Gustav Vasa beschlagnahmt hatte.

Das Wrack der Mars wurde seit den 1960er Jahren gesucht. Anders Franzén, der bereits das Kriegsschiff Vasa entdeckt hatte, versuchte lange, das Wrack zu entdecken. Im Sommer 2011 wurden die Überreste eines größeren, älteren Kriegsschiffs etwa zehn Seemeilen südöstlich des Hafens von Böda in 75 Metern Tiefe gefunden.

Im November desselben Jahres wurde schließlich bestätigt, dass es sich um das Wrack der Mars handelt. Die Identität wurde anhand der Markierungen auf den geborgenen Kanonen bestätigt. Das Wrack der Mars ist außergewöhnlich gut erhalten. Mehr als zwei Drittel des Rumpfes sind intakt und liegen mit einer deutlichen Neigung nach Steuerbord auf dem Meeresgrund.

Gemäldedetail von Hans Bohrdt.